Getreten adeln wir uns selbst
Wir schreiben das Jahr 2002.
Im Wonnemonat Mai wird am Him-
mel über Berlin eine Stern-
schnuppe gesehen, auf der eine
Prinzessin sitzt. Ihr Weg
führt sie vom goldenen Westen
in den wilden Osten.....
Wünsch Dir was!
Ist die Prinzessin mit der Schnuppe verglüht? Die Zeit vergeht... bis zu jenem Lebenszeichen, das in West-Berlin während des Winters 2003 in den warmen Westwind geflüstert wird und gen Osten weht: Es klingt wie ... !? Plötzlich ist Pulsschlag wahrnehmbar; aus kaltem Ostwind heraus tönt ein neuer Beat. Doch so ganz genau weiß das niemand mehr. Was man aber weiß: Ein Monster aus dem Westen hatte die zerbrochene Prinzessin in eine Höhle geschleppt und sie wieder zusammengesetzt.
Im Berliner Frühling des Jahres 2004 betrachte ich meine Identi- tät. Wer bin ich? Was will ich?


Die Essenzen: Liebe und Friede. Ostfrost und Anarchie. Rebell und Rächerin der Armen. Geruhsamem Leben fliehen. Den Rosa Winkel am Revers tragend, mir mit herausragender (Fecht-) Kunst den Weg an die Front bahnen! Doch wo ein Wille ist, ist noch lang kein Weg...
Müde
zu hoffen
zu finden
zu verstehen
zuende.
Momente
Stehen im Raum
Verstehen
Alles kann sein
Aber: Nichts
Gdansk, 10. Mai 2004
Warschau - hier
werden Träume geboren,
gehen Flüche verloren,
winken Ostprinzessinnen.
Wilde Geister - zerbroch'ne
Welt, zerstörte Vergangenheit,
verstörte Gegenwart: Ostzeit.
More East never was before.
Erste Entwürfe für ein Symbol...

Im Sommer des gleichen Jahres geht die Suche weiter. Unter dem Motto „Mich suchen - Berlin finden, Berlin suchen - mich finden“ beginne ich, von 46 vorab festgelegten Startpunkten aus, die Stadt zu bereisen und den Öffentlichen Raum zu erobern.
In Herbst und Winter wende ich mich erneut einer Innensicht zu. Der Blick in den Spiegel meiner Seele verrät: Vieles hat sich, hat mich verändert – ich sehe einer neuen Zeit entgegen.




Getreten adeln wir uns selbst.





