Lauti

Deiner erwartend

„Amore, amore! Begehre Einlass, reihend mich vorm Tore!“ Wo!?
Verderben – ein jeder kann es, tut es, wollend gar, nur nicht ich, nicht umsonst, zu solchem Preis, in diesem Leben; Verderben, ver- dirb! Gleichwohl der Welt ich droh, mein Scherbenherz zu erben.

Keiner Sekunde meines Darbens wollt ich weilen, o Liebster,
alle Trübsal mög ich vergessen, jeder Verzweiflung entsagt haben, so mich Deiner Küsse Heilung ereilte! Dann werde Frühling! Frühling? Mir? Darben, nichts als Darben nur, seit Frühlingen!

Fühlst Du mein Herzschweben, o Goldner? So lass nicht warten mich! Komm, ja komm, komm in meinen Garten, nur dort – nur ich, nur Du, Geliebter – lass wachsen uns, gen Himmel, Erde, immerfort! Fou d'amour! All mein Haben will ich geben Dir zum Liebesschwur!

Werd ich, rein und ganz, vergraben müssen mich, auf ferner Insel, an geweihtem Bach, unterm Blütenbäumedach, des Mutes harrend,
dass ach Er sich mir gesellte, nach dem Spaten greifend, welchen,
in tröstend Träume Tanz, ich Ihm, nur Ihm an meine Grube stellte?

Wer wagte, sich meiner zu erwägen? Wes Mut veräußerte sich zu... Tat? Welch Ritter traute man das Heldentum, sich zu entrüsten?
Dem Frosch, den Fröschen, die manchen Prinz sich schon erküssten? Ihnen sei gewahr, dass lieber erlosch, der zu verwandeln sich ver- bat.

Und ich darbe, darbe und darbe.